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Aktuelles

Montag, 22. Februar 2016

Neue Gruppen und Kolleginnen in der Konduktiven Förderung

In 2015 hat die Konduktive Förderung ihr 20 jähriges Bestehen gefeiert. Beim Rückblick auf die Anfänge zeichnete sich klar heraus, dass sich in den 20 Jahren vieles verändert hat – so hat sich die Förderung, die am Anfang in festgelegten Terminen blockweise stattfand, zunehmend den individuellen Bedarf und den Alltag der Familien und Klienten angepasst.

Wir bieten die Konduktive Förderung in Form von Fachdienst in integrativen Kindergärten und Krippen, in Eltern-Kind- und Kleinkindgruppen, in Nachmittagsgruppen für Schulkinder sowie in Fördergruppen und Kurse für Erwachsene vielfältig und flexibel an, damit die Förderung möglichst integriert im Alltag unserer Klienten stattfinden kann.

Von Anfang an stand im Raum, dass unser Standort in Boxdorf für viele Familien schwer oder erst gar nicht erreichbar ist. Selbst mit Fahrdienst müssten Kinder lange Fahrten auf sich nehmen, um in der Förderung teilnehmen zu können.

Ab September 2015 freuen wir uns nun über zwei neue Standorte in der wir die Förderung auch Mitten in Nürnberg, in der Zerzabelshoftr. 29, und im Süden, in Neuendettelsau, anbieten können. Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfer und Spender, die die Einrichtung der neuen Gruppenräume ermöglicht haben! In den kleinen, aber stets wachsenden Gruppen für Kleinkinder und Schulkinder haben wir noch Plätze frei und freuen uns über Interessenten!

Gleichzeitig haben wir drei erfahrene neue Kolleginnen gewonnen: Timea Pásztor, Anna Körtvélyesi und Gyöngyi Királypáli unterstützen unser Team ebenfalls seit September 2015. Herzlich willkommen!

 

 

Dienstag, 01. September 2015

Freizeit in Nordhausen

An unserer Sommerfreizeit vom 3.-14. August 2015 in Nordhausen nahmen 9 Teilnehmer zwischen 14 und 32 Jahren teil.

Fast alle Teilnehmer haben schwere Mehrfachbehinderungen, fünf Teilnehmer können sich verbal nicht oder kaum verständigen.

Die zwei Wochen wurden von Spaß und Vergnügen geprägt, selbst die große Hitze hat unsere gute Laune und Tatendrang nicht bremsen können.

Alle zwei Tage haben wir Tagesausflüge in der Umgebung gemacht. So konnten wir eine Führung in der Barbarossa-Höhle in willkommener Kühle genießen, im Bärenpark so manche „ausgemusterte” Bären in endlich artgerechtem Umfeld beobachten und ihr Schicksal kennenlernen sowie die historisch geprägte Wartburg erklimmen. Wir haben die lauen Sommerabende bis in die späten Stunden genossen und Besuche im Freibad durften natürlich auch nicht fehlen.

So manche Abenteuer konnten wir ebenfalls erleben: als wir die Höhle durch einen stillgelegten Stollen verlassen durften, vom Freibad im dunklen Abend mit Taschenlampen auf Schleichwegen heimgegangen sind oder als aus unerklärlichen Gründen ein Feueralarm ausgelöst wurde und nachts plötzlich drei Feuerwehrwagen vor unserer Herberge standen.

Das Betreuerteam bestand neben 2-3 Fachkräften, aus 5 jungen Helfer zwischen 16-18 Jahren. Die Jugendlichen haben sich sehr schnell auf die schwer mehrfachbehinderten Teilnehmer eingestellt und sie nach entsprechender Anleitung geschickt unterstützt.

Sie sorgten auch für gute Laune mit lustigen Späßen und Spielen und haben der Freizeit einen inklusiven Charakter gegeben.

Ein Schwerpunkt lag darauf, die Eigenaktivität und Selbständigkeit der Teilnehmer zu stärken und zu fördern. Dies bezog sich auf alle Tätigkeiten von der Pflege bis zur Freizeitgestaltung. Die Teilnehmer waren aktiv in die Planung der Ausflüge und Freizeitaktivitäten eingebunden. Die meisten wurden bei den Mahlzeiten im Speisesaal umgesetzt und mit einfachen Hilfsmitteln unterstützt, beim Essen und Trinken aktiv mitzuwirken sowie sich an der alltäglichen Pflege zu beteiligen. Es wurde gemeinsam eine sinnvolle Sitzordnung in den Bussen geplant, um auch beim Ein- und Aussteigen soweit möglich aktiv mitmachen zu können.

Ein wichtiger Aspekt war die altersgerechte Kommunikation von Bedürfnissen, Wünschen und vom Hilfebedarf in Augenhöhe sowie die bewusste Planung von Handlungsprozessen. Dazu gehörte im Wesentlichen sich selbst wahrzunehmen: Mit welcher Hand und wo kann ich mich sicher festhalten? Wie soll ich meine Füße hinstellen, um Gewicht übernehmen zu können? Wie soll der Betreuer mir den Becher, Serviette, Löffel oder die Spielkarten hinstellen, damit ich diese selbst nehmen kann?

In den Abendstunden entstanden sehr offene und ehrliche Gespräche zwischen den jungen Betreuern und den Teilnehmern über Wünsche, Kummer, Freude – über das Leben selbst. Auch die nicht sprechenden Teilnehmer wurden in den Gesprächen mit einbezogen und die Jugendlichen haben einfallsreich Methoden ausprobiert um sie zu verstehen und ihr Anliegen zu deuten. Es war sehr schön zu beobachten, wie das Betreuerteam und die Teilnehmer Tag für Tag mehr zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen sind.

Nach den sehr guten Erfahrungen und positiven Rückmeldungen wollen wir im kommenden Jahr wieder eine Freizeit organisieren – und hoffen erneut junge Menschen als Betreuer gewinnen zu können.

 

Dienstag, 11. August 2015

Unser Schwimmkurs 2014/2015

Viele Menschen stellen sich die Frage: Können behinderte Kinder schwimmen lernen? Welches Schwimmtraining ist angemessen? Wie kann man die Schwimmtechniken individuell an die Teilnehmer anpassen?

Seit fast einem Jahr findet zweimal im Monat unser Schwimmkurs für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung statt. Mit der Methode von MacMillan sowie durch Bewegungsspiele mit den Elementen der Konduktiven Förderung lernen die Teilnehmer sich im Wasser aktiv zu bewegen und zu orientieren sowie die Bewegungen ihrer Extremitäten zu koordinieren. Durch beide Methoden werden auch die Körperwahrnehmung und die Kopfkontrolle gefördert.

In diesem Schuljahr nahmen in den zwei Schwimmgruppen insgesamt 17 Teilnehmer teil. Auch Eltern und Großeltern werden mit einbezogen und lernen wie sie den Kindern im Wasser Sicherheit geben können. Unser Hauptziel ist nicht, dass jeder Teilnehmer eine perfekte Schwimmtechnik erlernt. Wir möchten, dass sich die Teilnehmer im Wasser sich fühlen und sich mit möglichst wenig Hilfe bewegen können sowie viel Freude und Spaß haben.

Ein wichtiges Ziel ist es zudem, die Teilnehmer beizubringen, wie sie sich in Notsituation über dem Wasser halten und atmen können.

In den 10 Monaten haben es alle Teilnehmer geschafft mit dem Wasser vertraut zu werden, sich angstfrei im Wasser fortzubewegen und wurden in ihrem Selbstvertrauen gestärkt. Viele konnten am Ende des Kurses 5-10 Meter frei schwimmen.

Durch differenzierte, individuelle Aufgaben und Hilfestellungen, die mit der Zeit Schritt für Schritt abgebaut werden, erlernen Kinder mit Behinderung einen eigenen „Stil”, wie sie sich im Wasser im Rahmen ihrer Möglichkeiten fortbewegen können. Für viele Teilnehmer ist das Wasser das Element, in dem sie sich ohne externe Hilfe fortbewegen können. Viele lernen im Wasser frei zu laufen oder auf ihren Mundschluss zu achten. Sie schaffen es mit ganz viel Ruhe und Sicherheit an der Wasseroberfläche liegen zu bleiben. Alles ohne Grenzen und schwerelos.

Ziel unseres Schwimmkurses ist auch die Inklusion – nicht nur im Wasser, sondern auch im Alltag. Die Familien, Teilnehmer und Begleiter – wenn sie wieder festen Boden unter den Füßen haben – bekommen die Möglichkeit, über ihre Erfolge und Erfahrungen zu reden. Auch außerhalb des Schwimmkurses treten unsere Teilnehmer in Kontakt, zum Beispiel auf Geburtstagsfeiern und gemeinsamen Abendessen nach dem Schwimmkurs. Sie tauschen ihre Erfahrungen aus und ermutigen sich gegenseitig. Die Kinder mit Behinderung, die im Kurs neue Schwimmkenntnisse erworben haben, gehören sowohl im Strandurlaub am Meer als auch an Kindergeburtstagen im Freizeitbad einfach mit dazu und sind aus dem Spaß nicht ausgeschlossen.

Da die Teilnehmer sehr zufrieden waren und bereits großes Interesse an einer Weiterführung des Kurses gezeigt wurde, bieten wir unseren Schwimmkurs im Schuljahr 2015- 2016 wieder regelmäßig zweimal im Monat an.

Dank der Unterstützung von Aktion Mensch werden wir in 2015- 2016 den Kurs nicht nur für Kinder und Jugendliche sondern auch für Erwachsene anbieten können.

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Montag, 10. August 2015

Gemeinsam Gärtnern

Die Freude bei der Konduktiven Förderung war groß, als das Team erfuhr, dass Familie Albert 1.000,- Euro für all die besonderen Wünsche spendet, die ohne Spenden nicht verwirklicht werden könnten. Unter anderem konnte so das erste Hochbeet angeschafft werden, das von den Kindern und Jugendlichen der Nachmittagsgruppe fleißig besät wurde. Aus nächster Nähe konnten sie dann beobachten, wie aus kleinen Kernen Pflanzen werden. Die Kräuter und Gemüsesorten bekamen außerdem selbst-gemalte bunte Schilder.

Frau Sissi und Herr Wolfgang Albert zeigten sich vom kreativ gestalteten Hochbeet begeistert.
Frau Sissi und Herr Wolfgang Albert zeigten sich vom kreativ gestalteten Hochbeet begeistert.

„Gärtnern, Ernten, Essen” – so lautet das Projekt, das sich der gesunden Ernährung widmet. Im inklusiven Kochkurs werden die selbstangebauten Produkte verarbeitet und schließlich gemeinsam gegessen.

Neben der großzügigen Spende von Familie Albert haben wir auch von der Stiftungsgemeinschaft Anstiftung & ertomis eine Spende in Höhe von 274,- Euro für ein zweites Hochbeet erhalten.

Die Freude war groß, als es ankam: Felicia und Barbaros konnten es nicht erwarten und hätten es am liebsten gleich selbst zusammengebaut.

Den Zusammenbau der Holzteile übernahm Herr Maleki mit Unterstützung des Herrn Lennert aus der Schlaganfallgruppe.

Für die Gestaltung der Pflanzenschilder brachte Arvid seine eigenen Werkzeuge und Holzstücke mit. Er zeigte den anderen Kindern, wie sie die Holzstücke abschleifen und an einen Stecken nageln können. Dann mussten die Schilder nur noch bemalt werden.

In der letzten Schulwoche haben Felicia und Barbaros Kartoffeln geerntet. Zusammen haben sie 29 Stück gefunden. Sie haben die Kartoffeln selbst gewaschen und gekocht, mit Minze bestreut und alles aufgegessen!

 

Sonntag, 21. Juni 2015

Jahresfest 2015: 20 Jahre Konduktive Förderung

Das diesjährige Vereinsjahresfest am 21. Juni stand unter dem Motto „20 Jahre Konduktive Förderung” und lud Vereinsmitglieder und deren Angehörige, MitarbeiterInnen sowie Freunde des Vereins zu Aktivität, Rhythmus und Bewegung an verschiedenen Aktionsständen ein. Dosenwerfen, Barfußparcours, Kinderschminken, Kreatives Gestalten und vieles mehr – die Stände-Rallye machte allen Teilnehmern viel Freude. Und wer alle Stempel auf der Rallye-Karte gesammelt hatte, konnte sich eine frisch gebackene Waffel abholen.

Am großen Stand der Konduktiven Förderung zeigte unter anderem eine Foto- und Posterausstellung die Entwicklung der Methode nach András Petö in Nürnberg. Mittlerweile ist die Konduktive Förderung als fester Baustein in den Einrichtungen des Vereins etabliert. Zum 20-jährigen Geburtstag reisten auch Mitglieder des Bundesverbands Konduktive Förderung nach Petö e.V. – BKF an und brachten Petö-Stäbe in den ungarischen Landesfarben als Geburtstagsgeschenk mit.

 

Der bunte Stand der Konduktiven FörderungDie Star Wars Fans mit Frau Anita Moos-Hlavacek, Frau Beate Höß-Zenker, Phoenix Konduktives Förderzentrum München, Herr Wolfgang Vogt, Vorsitzender des Bundesverbandes Konduktive Förderung nach Petö e. V., mit Tochter Victoria, Frau Krisztina Desits und Herr Peter von Quadt, Vorstand FortSchritt Starnberg e.V.
Der bunte Stand der Konduktiven FörderungDie Star Wars Fans mit Frau Anita Moos-Hlavacek, Frau Beate Höß-Zenker, Phoenix Konduktives Förderzentrum München, Herr Wolfgang Vogt, Vorsitzender des Bundesverbandes Konduktive Förderung nach Petö e.V., mit Tochter Victoria, Frau Krisztina Desits und Herr Peter von Quadt, Vorstand FortSchritt Starnberg e.V.

 

v.l.n.r. Frau Desits, Frau Moos-Hlavacek, Herr Thorsten Brehm, Vorsitzender der SPD Nürnberg, SPD-Stadträtin Frau Jasmin Bieswanger, Herr Emisch und Frau Dr. Angela Wohlfarth, AufsichtsratvorsitzendeDie Musikgruppe der Konduktiven Förderung sorgte mit „Stadtwurst und Limburger mit Musik“ für großartige Stimmung.
v.l.n.r. Frau Desits, Frau Moos-Hlavacek, Herr Thorsten Brehm, Vorsitzender der SPD Nürnberg, SPD-Stadträtin Frau Jasmin Bieswanger, Herr Emisch und Frau Dr. Angela Wohlfarth, AufsichtsratvorsitzendeDie Musikgruppe der Konduktiven Förderung sorgte mit „Stadtwurst und Limburger mit Musik“ für großartige Stimmung.

 

Ob Kaffee und Kuchen, in Schokolade getauchte Erdbeeren, gesunde Salate oder Leckeres vom Grill – die Boxdorfer Wohnanlage sorgte neben der Organisation im Vorfeld wieder einmal bestens für das leibliche Wohl der Gäste, die dem unbeständigen Wetter zum Trotz zahlreich gekommen waren.

 

Zum 20-jährigen Jubiläum der Konduktiven Förderung kamen sie zusammen: Petö-Kinder der ersten Stunde, Eltern, erwachsene Klienten sowie damalige und jetzige KonduktorInnen und der Vereinsgründer Herr Kurt Meyer
Zum 20-jährigen Jubiläum der Konduktiven Förderung kamen sie zusammen: Petö-Kinder der ersten Stunde, Eltern, erwachsene Klienten sowie damalige und jetzige KonduktorInnen und der Vereinsgründer Herr Kurt Meyer

 

Die Festschrift "20 Jahre Konduktive Förderung" ist hier verfügbar

 

Freitag, 17. April 2015

Besuch aus einer fremden Galaxis

Für galaktischen Malspaß in der Konduktiven Förderung sorgten Mitglieder des Star Wars Fans Nürnberg e.V. (SWFN). Sie posierten in Kostümen als Zeichenmodelle für die Kinder der Nachmittagsgruppe und junge Erwachsene.

Eine besondere Überraschung waren jede Menge Malutensilien, die von der Undercover GmbH gespendet wurden: Buntstifte, Filzstifte, Wachsmalstifte und Wasserfarben in schönen Boxen. Barbaros, der ein großer Star Wars Fan ist und die Idee zu dieser Aktion hatte, durfte sich ganz besonders freuen. Er erhielt ein großes Star Wars-Zeichenset.


Alle Teilnehmer hatten viel Freude an diesem Nachmittag und es entstanden viele schöne Kunstwerke aus anderen Galaxien. Vielen Dank an Dane von SWFN e.V. für die Organisation und an Katharina Voigt von Undercover für die wunderbare Spende!

 

Freitag, 17. April 2015

Kochtag

Am 17. April war der von der Wochenzeitung „Zeit” ausgerufene Kochtag, an dem Menschen angeregt werden sollten, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen. Dies ließ sich das Team der Konduktiven Förderung nicht zweimal sagen. Die Kinder der Nachmittagsgruppe und junge Erwachsene haben mit Unterstützung von Frau Éva Bugya und Frau Susie Mallett, mit Frau Gudrun Tengg, Frau Maria Garcia und Frau Roswitha Lorenz aus der Geschäftsstelle sowie mit Eltern und weiteren Helfern Gemüse geschnitten, Teig gemacht, ausgerollt und gefüllt.

Gefüllte Teigtaschen, viele bunte Salate und Couscous wurden schließlich auf den Tellern dekoriert und zu Tisch gebracht. Außerdem mixten Katharina und Franziska für jeden fruchtige Cocktails, die nicht nur gut schmeckten, sondern gesund sind. Nach dem gemeinsamen Essen waren sich alle einig: „Das war lecker und sollte wiederholt werden!”

 

Montag, 09. Februar 2015

Schwimmkurs

Die Konduktive Förderung bietet einen Schwimmkurs im Therapiebad des Behindertenzentrum Boxdorf (Am Spund 4, 90427 Nürnberg) an.

Der Schwimmkurs beinhaltet je nach Teilnehmer: Wassergewöhnung für Kleinkinder, Entspannung und Dehnung, Erlernen von Schwimmtechniken, Sicherheitstraining, Elemente aus der Konduktiven Förderung.

Ein Kind bekommt Schwimmhilfe durch eine Betreuerin und Schwimmhilfen damit er auf dem Wasser liegen kann.

Was sagen die Teilnehmer und die Eltern? Warum nehmen sie an dem Schwimmkurs teil?

„Ich bin eine Wasserratte. Ich nehme am Schwimmkurs teil, weil ich schwimmen lernen will und weil ich dann später ins Bett gehen kann.” (Felicia, 11 Jahre)

„Ich möchte gerne Schwimmen lernen, weil ich bald mit der Landjugend ins Schwimmbad gehe. Und es ist mir peinlich, wenn ich mit einem Schwimmgurt gehen muss.” (Katharina, 15 Jahre)

„Ich mag gerne schwimmen und tauchen mit Schwimmflügeln.” (Barbaros, 8 Jahre)

p>„Es ist die einzige Möglichkeit zum Schwimmen in der Nähe, weil es in meiner Schule keine Schwimmgruppe gibt, die für mich geeignet ist. Ich kriege auch Hausi, die ich mit meiner Mama weiter üben kann. Ich versuche mit meinem Popo auf den Boden zu kommen.” (Marc, 8 Jahre)

Es sind noch Plätze für Kinder mit und ohne Behinderung frei. Wenn Sie Fragen haben, sich informieren, oder Ihr Kind anmelden wollen:

Schwimmkurs – Konduktive Förderung
Klaus-Groth-Str. 39, 90409 Nürnberg
Telefon: 0911-93-63 00 9, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Freitag, 06. Februar 2015

Integrativer Konduktiver Kochkurs

Unser Integrativer Konduktiver Kochkurs für junge Erwachsene und Erwachsene (18-60 Jahre) mit und ohne Körperbehinderung findet seit längerer Zeit regelmäßig statt. In Jahr 2014 haben wir in unserer Konduktiven Kochgruppe insgesamt 15 erwachsene Teilnehmer gehabt.

Die Teilnehmer kommen zweimal im Monat und sie lernen selbst und aktiv, mit möglichst wenig Hilfestellung gesunde Abendessen zuzubereiten. Sie kriegen beim gemeinsamen Kochen mit einer Fachkraft, gelernte Köchin und Diplom-Konduktorin, die Möglichkeit, ihre Kochkenntnisse zu erweitern. Nach dem Kochen wird immer gemeinsam gegessen. So können die Teilnehmer das leckere Abendessen genießen, sich mit Gleichgesinnten unterhalten, oder ihre Erfahrungen austauschen. Sie bekommen sowohl von der Gruppenleiterin als auch von den anderen Teilnehmern positive Bestätigungen, so dass ihr Selbstbewußtsein gestärkt und ihre Eigenmotivation geweckt wird.

Die Rezepte suchen die Teilnehmer zusammen aus und sie sind auch dafür zuständig, die richtigen Zutaten mit der Hilfe von den Betreuern vorzubereiten. Für die Teilnehmer mit Behinderung spielt hier auch die Förderung der Handlungs- und Alltagskompetenzen eine wichtige Rolle. Wenn sie zum Bespiel keine Möglichkeit haben Einkaufen zu gehen, bauen wir für sie Rollen- und Situationsspiele oder Parcours in den Kursen ein: wir bereiten in unserem Gruppenraum die Zutaten und Kochutensilien so vor, wie in einem Laden, damit jeder Teilnehmer etwas zu besorgen hat, was auf der Einkaufsliste steht. Diese Übung hilft, in Zukunft alleine Einkäufe zu erledigen zu können und nötige Sachen ohne Hilfe zu besorgen.

Beim Aussuchen der Rezepte wird immer auf eine gesunde Ernährung bei den Zutaten geachtet. Mit unserer Unterstützung haben die Teilnehmer mit Behinderung auch das Ernährungsseminar „Gesund ernährt und fit im Alter” besucht. Sie achten bewusst auf gesunde Ernährung – und nicht nur während unserer Kochkurstermine!

Eine Rollstuhlfahrerin beim eingießen einer gelben Eimasse in eine Pfanne die auf dem Herd steht.

Mit der Hilfe der Förderung von Aktion Mensch konnten wir unser Mobiliar und Kochutensilien so erweitern, dass nun auch Teilnehmer, die Rollstuhlfahrer sind, aktiv mitkochen, den Tisch decken oder die Kochsachen vorbereiten können.

Die Möbel sind für Menschen mit Behinderung sehr einfach zu benutzen: Schrank mit ausziehbaren Schubladen in Hüfthöhe, Kochgegenstände/Utensilien mit gut greifbaren Griffen, Kühlschrank, welcher sowohl im Stehen als auch für Rollstuhlfahrer gut zu bedienen ist, Induktionskochplatten mit Schutzrand, damit die Töpfe nicht kippen oder herunterfallen können, höhenverstellbare Tische, bei denen kleinere und größere Teilnehmer gemeinsam das Essen vorbereiten können, und noch vieles mehr.

Ohne diese Möbel und spezielle Gegenstände war es bis jetzt nicht für alle Teilnehmer möglich an nötige Küchenwerkzeuge und Gegenstände ohne Hilfe heranzukommen und diese zu benutzen.

Viele der Teilnehmer haben zum ersten Mal in ihrem Leben erlebt, auf einer Kochplatte einen Topf zu halten, das Essen umzurühren und alleine für sich selbst und für andere Menschen zu kochen.

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Montag, 24. November 2014

Workshop Dehntechniken

Am 15. November 2014 haben wir in der Konduktiven Förderung zum zweiten Mal einen Workshop zum Thema Dehntechniken für Eltern und Interessenten angeboten.

Sanfte Dehntechniken aus der Physiotherapie, der Konduktiven Förderung und nach Dr. Pfaffenrot helfen den funktionalen Spielraum in den Gelenken zu erhalten und auszubauen. Durch die fachkundige Anleitung von Frau Friederike Bock, Physiotherapeutin und Pädagogisch-therapeutische Konduktorin (PTK), und Frau Silvia Lehmann, Heilpädagogische Förderlehrerin und Pädagogisch-therapeutische Konduktorin (PTK), konnten Eltern ein Dehnprogramm erlernen, das sie selbst mit betroffenen Kindern und Jugendlichen durchführen können.

Es gab auch viel Raum für Fragen und Antworten, um auf behinderungsbedingte Folgeerscheinungen und Risiken aufmerksam zu machen und Eltern und Mitarbeiter in Bezug auf die Prävention zu sensibilisieren.

In 2015 sind weitere Termine geplant. Interessierte Eltern, Klienten und Mitarbeiter können sich für weitere Informationen bei Frau Krisztina Desits ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) gerne melden.

Mutter und Sohn mit Therapeutin bei Dehnübungen.

 

Sonntag, 02. November 2014

Spende von Kulinarikwelten Stengel

Eine Woche vor dem Edeka-Event „Die 48 Galaxien des Genusses“ besuchte Herr Roman Stengel, der Inhaber des E-Centers an der Stadtgrenze, unsere Konduktive Förderung in Nürnberg-Boxdorf.
Herr Stengel bekam einen Eindruck von der Arbeit der Konduktorinnen Frau Susie Mallett und Frau Eva Bugyá und konnte sich von der Wichtigkeit der Konduktiven Förderung für die betroffenen Kinder überzeugen. Frau Mallett zeigte Herrn Stengel spezielle Utensilien zur besseren Handhabung beim gemeinsamen Kochen oder Essen, wie zum Beispiel biegbare Gabeln. Diese sind in der Anschaffung meist teuer.

Im Rahmen des Events „Die 48 Galaxien des Genusses” zum dreijährigen Jubiläum des E-Center Kulinarikwelten Stengel an der Stadtgrenze am 17. Juli 2014 standen Darth Vader, Stormtrooper, Jedi Ritter und weitere Figuren aus den Star Wars Filmen für Erinnerungsfotos bereit. Die Mitglieder des Star Wars Fans Nürnberg e.V. hatten Herrn Stengel auf die Konduktive Förderung des Vereins aufmerksam gemacht.

Im Beisein von Darth Vader und seiner Gefolgschaft übergab Herr Stengel, Inhaber der Kulinarikwelten, eine Spende von 2.000,00 Euro an Vorstand Frau Anita Moos-Hlavacek, Frau Susie Mallett und Pressereferentin Frau Dr. Anna Souksengphet-Dachlauer und einem Einkaufskorb mit Sachspenden.Darth Vader und seiner Gefolgschaft mit Herrn Stengel und Frau Anita Moos-Hlavacek und Frau Dr. Anna Souksengphet-Dachlauer.

Im Beisein von Darth Vader und seiner Gefolgschaft übergab Herr Stengel, Inhaber der Kulinarikwelten, eine Spende von 2.000,00 Euro an Vorstand Frau Anita Moos-Hlavacek, Frau Susie Mallett und Pressereferentin Frau Dr. Anna Souksengphet-Dachlauer. Am Ende des Abends gab es noch einmal eine Überraschung: Herr Stengel und seine Lebensgefährtin rollten einen Einkaufswagen voller Sachspenden für die Konduktive Förderung in die Supermarkthalle.

 

Freitag, 2. November 2012

Besuch aus Hongkong – Spastic Association of Hongkong

Vor zwei Jahren hatten Frau Anita Moos-Hlavacek und die Konduktorinnen Frau Susie Mallett
und Frau Krisztina Desits die Gelegenheit, den 7. Weltkongress Konduktive Förderung in Hongkong zu besuchen.

Der Kongress wurde von der Organisation SAHK (Spastic Association of Hongkong) aus-gerichtet. Herr Ivan Su von SAHK gehörte zu den wunderbaren Gastgebern des Weltkongresses. So konnten die Kongressbesucher Einrichtungen des SAHK, die ihre Klienten, also spastisch gelähmte Menschen, zu einem konduktiven Lebensstil ermuntern, besichtigen.

Im Oktober 2012 besuchte Herr Ivan Su Deutschland. Im Rahmen dieses mehrtägigen
Aufenthaltes wohnte er dem Board Meeting der Organisatoren des 8. Weltkongresses Konduktive Förderung, der 2013 in Fürstenfeldbruck/München stattfinden wird, bei. Auch der Verein mit der Konduktiven Förderung in Boxdorf gehört zu den Ausrichtern. Auf seiner Reise besuchte Herr Su die Vereinseinrichtungen in Boxdorf. Frau Moos-Hlavacek, Frau Desits und Frau Mallett machten Herrn Su zunächst mit den Kindern in der Konduktiven Förderung bekannt und begleiteten ihn anschließend bei Führungen durch die Werkstatt und die Wohnanlage.

Der stellvertretende Werkstattleiter Herr Thomas Wedel zeigte bei einem Rundgang die
Werkstatt und die Förderstätte und informierte dabei über die Aufgaben und Angebote. Insbesondere die Fördergruppen weckten das Interesse von Herrn Ivan Su, vor allem die verschiedenen Arbeitsprozesse und die Organisation der verschiedenen Bereiche. Durch die Wohnanlage führte Frau Anja Saputo und beantwortete alle Fragen, die von Herrn Su gestellt wurden. Sie stellte ihm den Bewohner Herrn Benjamin Sirotek vor, der stolz sein schönes privates Appartement in der Wohnanlage zeigte. Herr Su war beeindruckt von der Größe und der schönen Einrichtung.

Frau Desits, Frau Mallett und Herr Wedel mit einigen Mitarbeitern der Werkstatt.Zwei Bewohner der Wohnanlage in einem Appartement auf dem Sofa sitzend.

Frau Moos-Hlavacek, Frau Desits und Frau Mallett freuten sich sehr über den Besuch von Herrn Ivan Su und hoffen, ihm Eindrücke aus unseren Einrichtungen und vielleicht auch Inspiration für die Arbeit des SAHK vermittelt zu haben so wie sie es vor zwei Jahren in Hongkong erlebt hatten.

 

Freitag, 17. August 2012

Sommerfreizeit 2012

Die Sommerfreizeit unseres Vereins für Menschen mit Körperbehinderung Nürnberg e.V. mit der Konduktiven Förderung fand heuer im Zeichen der Olympischen Spiele in den Räumen der Konduktiven Förderung in Boxdorf statt. Bis zu acht Jugendliche und junge Erwachsene hatten vom 6. – 17. August viel Spaß beim Basteln, Rate- und Gesellschaftsspielen rund um die antiken und modernen Olympiaden und beim „Üben” verschiedener Sportarten miteinander. Vormittags fand das aktive „Training” im Rahmen der konduktiven Fördereinheiten statt, am Nachmittag waren Basteln, Spielen, Kochen, Backen, und zum Schluss eine Petö-Olympiade im Programm. Zum wiederholten Male wurden wir mit Freude bei „Blu Bowl“ in der Zeltnerstraße zum Bowling empfangen. Die Bahnen wurden uns sogar kostenlos zur Verfügung gestellt. Open-Air-Kino, Freibadbesuch, Grillen und ein Tagesausflug zum Brombachsee mit Bootsfahrt haben für Abwechslung und Urlaubsstimmung gesorgt.

Herr Mertel und ein Betreuer und zwei Rollstuhlfahrer beim Bowling in einer Bowlinghalle4 Teilnehmer auf einem Ausflugsschiff draussen an einem Tisch sitzend

 

Freitag, 6. Juni 2012

Fachkongress „Petö und Inklusion”

Banner Kongress Rosenheim

Am 9. und 10. März fand der Fachkongress „Petö und Inklusion” des Bundesverbandes der Konduktoren und des Vereins FortSchritt Rosenheim zum auch in der Öffentlichkeit viel diskutierten Thema der Inklusion mit dem Bezug zur Konduktiven Förderung statt.

Renommierte Referenten aus der Wissenschaft und Politik, aber auch praktische Beispiele von Fachleuten und Eltern aus dem In- und Ausland haben gezeigt, dass Inklusion umsetzbar ist auf eine Art und Weise, von der sowohl behinderte als auch nichtbehinderte Menschen profitieren können. Dafür sprechen die Berichte von Eltern von nichtbehinderten Kindern in den Inklusions- oder Partnerklassen, aber auch die Vorträge und Diskussionsbeiträge von Schulleitern und Lehrern. Beispiele und Wege zur gerecht umgesetzten Inklusion wurden vor allem in den Bereichen Schule- und Kindergarten, Wohnen, Freizeit und Sport beleuchtet. Unter anderem haben sich Universitätsprofessor Hans Wocken, Prof. Jeanne Niclas-Faust, Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe, Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung und Daniela Ludwig, Mitglied des deutschen Bundestages und Schirmherrin des Kongresses, in ihren Beiträgen für die Inklusion ausgesprochen und auf die dringende und gerechte Umsetzung gedrängt.

Stefan Vowe, Silvia Lehmenn,
Friederike Bock, Eva Bugya, Adrienn Pelikan, Esther Busch, Krisztina
Desits

Das Nürnberger Team (v.l.n.r.): Stefan Vowe, Silvia Lehmenn, Friederike Bock, Eva Bugya, Adrienn Pelikan, Esther Busch, Krisztina Desits und Susie Mallett (nicht auf dem Bild)

Herr Stefan Vowe, Jurist unseres Vereins, hat in einem gemeinsamen Beitrag mit
Frau Beate Höß-Zenker, Geschäftsführerin der Phoenix Förderzentrums, über die Ansprüche auf Leistungen und deren Finanzierungsmöglichkeiten aus rechtlicher Sicht informiert.
In den Podiumsdiskussionen vor allem mit Herrn Mederer, Bezirksratspräsident von Oberbayern und Frau  Helga Wichmann, Schulrätin der Staatlichen Schulämter der Stadt und des Landkreises Rosenheim wurden jedoch auch die Schwierigkeiten in der Finanzierung und die Sorgen der Lehrer deutlich. Die Finanzierung von zusätzlichem Personal lastet  größtenteils allein auf den Bezirken. Es wurde deutlich, dass sich in der Finanzierung auch die Schulträger beteiligen müssen und die Inklusionsfachkräfte als Schulpersonal  einstellen sollten. Manche Lehrer fühlen sich der Aufgabe in inklusiven Klassen zu arbeiten nicht gewachsen und sind überfordert. Professor Dannebeck, Sozialwissenschaftler der Hochschule Landshut hat deutlich gemacht, wie dringend es ist, die Lehrerausbildung zu ändern, da Lehrer in ihrer Ausbildung weder Teamkompetenz noch die Fähigkeit, auf individuelle Bedürfnisse ihrer Schüler einzugehen, erwerben können. Gleichzeitig sind diese aber Schlüsselkompetenzen für den inklusiven Unterricht.
Frau Krisztina Desits, Diplomkonduktorin im Verein und Vorstandsmitglied des Konduktorenverbandes wies hier auf die Rolle der Konduktoren als pädagogisch-therapeutische Inklusionsfachkräfte hin. Konduktoren lernen in ihrer vierjährigen Hochschulausbildung in heterogenen Gruppen zu arbeiten und jedes Gruppenmitglied im Rahmen der Gruppenarbeit differenziert zu fördern. Sie haben den Ausbildungsschwerpunkt Lehrer oder Kindergartenpädagoge und arbeiten in einem Team, in dem die Rolle der Unterrichtenden und der Assistierenden stetig wechselt und in dem Kompetenzen zusammengeführt und ergänzt werden. Es gibt schon seit Jahren Bestrebungen eine Hochschulausbildung für Konduktoren in Deutschland zu etablieren und diese ist im Zuge der Umsetzung der Inklusion nun dringender denn je.

 

Samstag, 3. März 2012

Erfolgreicher Workshop „Dehntechniken”

Erhöhter oder zu schwacher Muskeltonus führt oft zu Haltungsproblemen und  Folgeschäden des Bewegungsapparates, welche die Beweglichkeit spastisch gelähmter Kinder und Jugendlicher sehr einschränken können. Vieles kann jedoch vermieden oder gemindert werden, wenn auch die Eltern erste Zeichen rechtzeitig bemerken und auch selbst mit einfachen Griffen und Übungen die Beweglichkeit ihrer Kinder fördern können.
Über die Entwicklung des Bewegungsapparates und die Auswirkungen der Zerebralparese hat Frau Dr. Andrea Riehmer am 29. Februar in der Konduktiven Förderung einen sehr interessanten Einführungsvortrag gehalten.
Am 3. März folgte dieser Einführung ein Workshop zum Thema Dehnen unter der Leitung von Frau Friederike Bock, Physiotherapeutin und Pädagogisch-Therapeutische Konduktorin, und Frau Silvia Lehmann, Sonderschullehrerin und Pädagogisch-Therapeutische Konduktorin. Der praktische Workshop war mit acht Eltern und deren Kindern voll ausgebucht. In den über vier Stunden mit gemütlicher gemeinsamer Mittagspause war auch ausreichend Zeit für Austausch.

 

Mittwoch, 22. Februar 2012

„Er kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel” – Buch über eine konduktive Lebensweise

Unsere Konduktorin Frau Susie Mallett hat ihre Klientin Frau Waltraud Heußinger dabei unterstützt, ein Buch über ihr Schicksal als Schlaganfallüberlebende und ihre konduktive Lebensweise zu schreiben.

Frau Mallett lernte Frau Heußinger drei Jahre, nachdem sie einen Schlaganfall erlitten hatte, kennen. Zu diesem Punkt konnte sie kurze Strecken mit einem Gehstock bewältigen, konnte ihre geballten Hände ohne Hilfe überhaupt nicht mehr öffnen und konnte nicht telefonieren.
Sie konnte Fragen beantworten, allerdings nur mit Ein-Wort-Antworten. Frau Heußinger  war vollkommen auf ihren Ehemann Werner angewiesen, um verbal zu kommunizieren.

Sie waren waren dazu bereit, einen völlig neuen Weg einzuschlagen, da sie dachten, er könnte ihnen dabei helfen, in einem neuen und sehr schwierigen Lebensstil voranzukommen, einem Lebensstil, der laut Frau Heußinger „wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam”.

Frau Mallett begann ihre Arbeit mit Frau Heußinger mit wöchentlichen zweistündigen Sitzungen bei ihr zu Hause. Nach drei Jahren trat Frau Heußinger der konduktiven Gruppe für Schlaganfallüberlebende bei, die sie nun seit zehn Jahren besucht.

Frau Heußinger hat wieder gelernt zu singen, sie hat gelernt, Urlaube für ihre Familie zu organisieren und teilt ihre guten und weniger guten Erfahrungen mit der Gruppe. Sie hat wieder gelernt zu kochen und wenn etwas gelungen ist, bringt sie eine Geschmacksprobe. Sie hat wieder gelernt zu basteln, sie näht, malt und puzzelt. Frau Heußinger kann nun ausdrücken, wie gut es sich für sie anfühlt, wenn jüngere Gruppenmitglieder sich freuen, wenn sie ankommt und sie mit echter Anteilnahme danach fragen, wie es ihr geht.

BuchcoverWährend der Gruppenarbeit entdeckte Frau Mallett, dass Frau Heußinger sich immer gewünscht hatte, ein Buch zu schreiben. Sie hatte begierig zugehört, als Frau Mallett der Gruppe von einem wundervollen Bilderbuch erzählte, das sie entdeckt hatte und das eine Mutter für ihren sechs Jahre alten Sohn geschrieben hatte.

Als die Gruppensitzung vorüber war, entdeckte  Frau Mallett eine Notiz, auf der stand: „Ich will auch Bücher schreiben, aber ich kann nicht.” Frau Heußinger hatte sie mit ihrer linken Hand geschrieben, aber aufgrund der vielen Übung war sie leserlich und Frau Mallett erkannte ihre Handschrift. Sofort sprach sie mit ihr und unterstützte sie bei der Erstellung des Buches.

Frau Heußingers Wunsch war es etwas hervorzubringen, das zeigt, wie sie durch ihre Entschlossenheit und harte Arbeit und durch die Beteiligung ihrer Familie und Freunde in der Lage gewesen war, einen Lebensstil wieder zu erschaffen, der sie erfüllt, einen Lebensstil, der gefüllt ist mit Zielen und Träumen für die Zukunft. Einen Lebensstil, den sie glücklich führt.

Frau Heußinger denkt, dass so ein Buch für andere Schlaganfallüberlebende und ihre Familien eine Motivation darstellen und sie unterstützen kann in ihren Bemühungen, etwas zu überwinden, was zunächst wie ein unüberwindbares Hindernis erscheinen mag.

„Es kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel” ist am 24.02.2012 erschienen und kann bei Frau Mallett per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. angefordert werden.

 

Mittwoch, 15. Februar 2012

Spendenübergabe des  BDKJ Fürth

Herr Bert Josua, Frau Verena Trost und Herr Andreas Klemenz – Vorstand des BDKJ Fürth – übergaben einen Scheck an Frau Dr. Anna Souksengphet-Dachlauer, Frau Susie Mallett und die Kinder, die die Konduktive Förderung nach der Schule besuchen.Frau Verena Trost und der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) verkauften im Dezember nach Gottesdiensten und in der Fürther Innenstadt Schokonikoläuse und informierten mit Hilfe von Flyern über die Chancen der Konduktiven Förderung. Fast 1000 Nikoläuse konnten gegen eine Spende an den Mann und die Frau gebracht werden. Den Erlös – 1234,56 Euro – übergab der Vorstand des BDKJ am 15. Februar 2012 an unsere Konduktive Förderung in Boxdorf.

Neben Therapiegeräten wird Konduktorin Susie Mallett für die künstlerische Arbeit mit den geförderten Kindern u.a. Leinwände, Pinsel und Farben anschaffen.

Herr Bert Josua, Frau Verena Trost und Herr Andreas Klemenz – Vorstand des BDKJ Fürth – übergaben einen Scheck an Frau Dr. Anna Souksengphet-Dachlauer, Frau Susie Mallett und die Kinder, die die Konduktive Förderung nach der Schule besuchen.

 

Freitag, 18. Februar 2011

Weltkongress in Hong Kong

Seit 1990 – am Anfang in vierjährigen, dann in dreijährigen Abständen – finden die Weltkongresse der Konduktiven Förderung/Pädagogik statt.

Vom 5.-8. Dezember 2010 veranstaltete SAHK (Spastics Association of Hong Kong) als Dachorganisation von mehreren Behinderteneinrichtungen von der Früh- bis zum Erwachsenenförderung in Hong Kong den 7. Weltkongress mit dem MottoEast meets West.

Plakat des Weltkongesses 440 Teilnehmer von vier Kontinenten haben sich zum dreitägigen Kongress registriert, darunter zwölf Teilnehmer aus Deutschland.

In 13 Sektionen mit jeweils acht Vorträgen wurden Themengruppen wie u.a. nationale Projekte, Adaptationen der Konduktiven Förderung für Zielgruppen, wie Autismus oder seltene genetische Syndrome, klassische pädagogische und konduktiv pädagogische Themen und langzeitige Auswirkungen von operativen Eingriffen behandelt. In sieben Podiumsdiskussionen unter der Leitung von Wissenschaftlern und Universitätsprofessoren aus Hong Kong, China, UK, Israel und Ungarn wurde über sozialpolitische, neurologische und neuropsychologische Zusammenhänge bzw. über die Zukunftsperspektiven der Konduktiven Förderung diskutiert. Eine Poster-Ausstellung rundete das sehr straffe aber auch außergewöhnlich gut organisierte und sehr interessante Programm ab.

Ansicht Hongkongs vom Meer aus
Das modernste Kongresszentrum in Hong Kong (Hong Kong Convention and Exhibition Centre)

Unseren Verein haben Frau Anita Moos-Hlavacek, Frau Susie Mallett und Frau Krisztina Desits vertreten. Frau Mallett hat ein Poster präsentiert und Frau Desits einen Vortrag über die Entwicklung der Konduktiven Förderung in Deutschland gehalten.

Zum Abschluss des Kongresses wird traditionell der Veranstaltungsort des nächsten Kongresses verkündet. Da sich Deutschland – bereits zum zweiten Mal auch beworben hatte, waren wir auf die Entscheidung der Internationalen Petö Gesellschaft sehr gespannt! Und am Ende – ein großer Jubel – gingen die Veranstaltungsrechte des 8. Weltkongresses in 2013 an Deutschland!

An den folgenden Tagen konnten die Teilnehmer Einrichtungen besichtigen. Uns allen hat der liebevolle Umgang mit behinderten Menschen aber auch die sprichwörtliche Disziplin der Chinesen beeindruckt. Und natürlich Hong Kong, die glitzernde, nie schlafende Metropole mit ihren Wolkenkratzern, schroffen Bergen und sanften Buchten mit regem Schiffsverkehr. Eine faszinierende Weltstadt zwischen Tradition und Moderne.

Foto mit den deutschen Teilnehmern des Kongresses Weitere Informationen über den vergangenen Weltkongress finden Sie auf der englischsprachigen Internetseite

www.ce-congress2010.org

Der Weltkongress 2013 verfügt auch über einen eigenen Webauftritt; dort können Sie sich beispielsweise das Bewerbungs-
video ansehen:
www.ce-worldcongress2013.org

Besuchen Sie ebenfalls den Blog unserer Konduktorin Frau Susie Mallett: www.susie-mallett.org


Teilnehmer v.l.n.r.: Wolfgang Vogt (Bundesverband Konduktive Förderung), Martin Tiefenmoser (Schulleiter Phoenix), Anita Moos-Hlavacek (Verein für Menschen mit Körperbehinderung), Simon von Quadt (sitzend), Lisa Pitz (Sozialpädagogin, betroffene Mutter, Fortschritt Würzburg), Peter von Quadt (Vorstand Fortschritt Starnberg), Beate Höß-Zenker (Geschäftsführerin Phoenix Konduktives Förderzentrum München), Martina Geutler (betroffene Mutter, Vorstandsmitglied Fortschritt Würzburg), Krisztina Desits (Vorstand Bundesverband der in Deutschland tätigen KonduktorInnen), Mariann Stelczerné-Oberst (Phoenix, Vorstand Bundesverband)


Foto Frau Anita Moos-Hlavacek mit einem Paket aus Hong Kong mit UnterlagenDas Paket mit Unterlagen des Kongresses, Büchern und sieben Tiegeln Tigerbalm, das im Dezember 2010 in Bangkok (Thailand) aufgegeben wurde, erreichte die Vereinsgeschäftsstelle zwei Monate später. Aber es kam tatsächlich an! Wir freuen uns, dass das Paket die lange Reise gut überstanden hat und stürzten uns gemeinsam mit dem Phoenix Förderzentrum, dem Bundesverband Konduktive Förderung, dem Bundesverband der Konduktoren und dem Verein Fortschritt Starnberg bereits in die Planung des 8. Weltkongresses.










 

Sonntag, 14. November 2010

Grundtvig Lernpartnerschaft
Together, Constructiv, Conductive-Adult Learners in Complex Rehabilitation Process

Am 13. und 14. November 2010 fand das erste Treffen der Partnerschaft in Würzburg statt.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Organisation haben sich alle gefreut, dass die österreichischen Partner im Nachverfahren doch genehmigt wurden.

Gruppenfoto von Teilnehmer

Ein weiterer Partner, das András Petö Institut of Conductive Education and Conductor Training College aus Ungarn, wurde leider nicht zugelassen.

Die Koordination der Partnerschaft übernimmt nun der European Association of Conductive Education and Professional Practice (ECA) mit Sitz in Wien.

Weitere Partner sind

  1. Move&Walk Sverige AB, Göteborg, Schweden
  2. The National Institut of Conductive Education, Birmingham, Großbritannien
  3. Kuratorium für Konduktive Förderung & Berufsausübung und Internationale Fachkontakte, Wien, Österreich
  4. Phoenix Akademie-Stiftung Pfennigparade, München, Deutschland
  5. Verein für Menschen mit Körperbehinderung Nürnberg e.V., Nürnberg, Deutschland

Für die deutschen Partner steht unser Verein im Kontakt mit der Nationalagentur der Europäischen Union für Lebenslanges Lernen.

Das erste Treffen der Partnerschaft wurde im Rahmen des Würzburger Kongresses „Forschung und Förderung neurologischer Dysfunktionen“ anberaumt. Auf dem Kongress konnten wir uns über Forschungsergebnisse und neue Förderkonzepte im Bereich der Rehabilitation und Bildung cerebralgeschädigter Menschen informieren.
Im Rahmen des Kongresses bestand auch die Möglichkeit zur Hospitation in den Einrichtungen der Blindeninstitutsstiftung und des Vereins FortSchritt Würzburg e.V.
In beiden Einrichtungen werden körper- und mehrfachbehinderte Kinder und Erwachsene mit dem ganzheitlichen Konzept der Konduktiven Förderung in altersspezifischen Gruppen gefördert und geschult.

Gruppenfoto von TeilnehmerDie Vorträge und die Informationen dienten als ein guter Nährboden für eine lebhafte Diskussion und einen Austausch internationaler Erfahrungen. Die gemeinsamen Ziele des Projektes wurden konkretisiert und ein Arbeits- und Zeitplan für das bevorstehende Projektjahr erstellt.
Das nächste Treffen mit dem Thema Non-Formal education and Training in conductive education findet vom 23.-25. März in Wien statt.